TURMKELLER
Sagen
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Anschrift und Öffnungszeiten

 

Mostheuriger Turmkeller

Biohof Moar im Berg
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Öffnungszeiten

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Freitag und Samstag ab 16 Uhr

Jeden ersten Sonntag im Monat
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Jederzeit bei Voranmeldung

Sagen aus dem Hausruckviertel

 

Die WEIßE FRAU

Das fliegende Pferd PEGASUS

 

Das Pferd des Teufels im Hausruckviertel

Es mag wohl schon recht lange her sein, da schritt eines Abends ein Maurergeselle auf dem Heimweg von der Arbeit mit zwei Kameraden durch den düsteren kleinen Wald, der die Straße zwischen Wendling und Winkling am Hausruck einsäumt. Der Maurer hatte früher bei der kaiserlichen Reiterei gedient und erzählte seinen Begleitern manches kühne Reiterstücklein, das er einst geliefert habe. Dabei sparte er nicht mit Prahlereien und Gotteslästerungen und vermaß sich während seiner Reden, jedes Pferd zu zähmen und es mit jedem Reiter aufzunehmen.

"Und wenn das Pferd vom Teufel selbst wäre", rief er und warf sich dabei in die Brust, "ich würde es meistern, daß ihr eine Freude daran hättet." Er hatte noch nicht zu Ende gesprochen, als sie plötzlich am Waldrand einen prächtig gesattelten Schimmel erblickten, der dort ruhig graste.

"Da kannst du gleich deine Kunst vorführen", meinte vergnügt einer seiner Gefährten, "steig auf und zeige, was du kannst!" Auch der andere munterte ihn auf, jetzt die Probe aufs Exempel zu machen. Der Maurer ließ sich das nicht lange sagen und sprang in den Sattel, um wieder einmal einen ordentlichen Ritt zu tun. Das Pferd aber warf den Kopf auf und raste mit ihm gegen Osten davon. Im Nu entschwand es mit seinem Reiter den beiden Männern aus den Augen, die voll Angst vergebens auf seine Rückkehr warteten.

Erst nach drei Tagen kam der großsprecherische Maurer hinkend und zerschunden wieder nach Hause. Das Pferd war mit ihm die ganze Nacht in wildem Lauf kreuz und quer durch Feld und Wald gerannt, kein Zaum, kein Schenkeldruck hatten es zähmen können. Als dann am frühen Morgen die Aveglocken vom Linzer Kalvarienberg erklangen, hatte der Mann unwillkürlich ein Kreuz geschlagen. Da schleuderte ihn das wilde Pferd von seinem Rücken an eine Felswand, an der sie gerade vorüberrasten, daß der Reiter glaubte, alle Knochen im Leib seien ihm zerbrochen. Mühselig schleppte er sich nach seinem Heimatort. Das Lästern und Prahlen aber gab er auf.

Der Wald erhielt nach diesem Ereignis den Namen "Toifling", da das Pferd, wie man meinte, sicher der Satan selbst, der "Toifl" gewesen war.

Der gefoppte Teufel

Ein Bauer aus Eberstallzell in Oberösterreich, der viele Schulden hatte, ging einmal durch den Wald. Da gesellte sich der Teufel zu ihm und fragte ihn, warum er denn so traurig sei. Der Bauer klagte ihm seine Not, und der Teufel versprach ihm Geld, mehr als genug, wenn er ihm seine Seele verschreibe. Er war aber besorgt, daß er den Bauer vielleicht nicht drankriege, und so sagte er: "Wenn ich einmal komme, um dich zu holen, so brauchst du nicht mitzugehen, falls du mir eine Arbeit aufträgst, die ich nicht ausführen kann."

Der Bauer besann sich eine Zeitlang, dann ging er aber doch auf den Vorschlag ein, weil ihn die Not gar zu sehr drückte. Nun bekam er Geld in Hülle und Fülle, zahlte seine Schulden und nahm sich ein Weib.

Ehe aber noch der Hochzeitstag zu Ende war, erschien der Teufel und sagte: "Na also, jetzt bin ich wieder da! Solange du mir aber eine Arbeit gibst, mit der ich nicht fertig werde, kannst du noch leben!"

Da befahl ihm der Bauer, die Felder zu bestellen und einzuernten. Damit war aber der Teufel in einem Tage fertig.

Nun mußte er dreschen und das Stroh schneiden; aber auch damit war er "schnell beinander".

Da hieß ihn der Bauer einen Wald schlagen und das ganze Holz spalten und schneiden; aber auch darüber verging nicht mehr als ein Tag.

Darüber war der Mann ganz verzweifelt und ging zu seinem Weibe und klagte ihr seine Not. Die aber sagte: "Da ist leicht geholfen", fuhr sich an den Kopf und riß sich ein Haar aus. Das gab sie ihrem Manne und sagte: "Schau, das laß ihn streichen, bis es grad wird."

Darauf ging der Bauer zum Teufel und sagte: "Setz dich nieder und streich das Haar da so lange, bis es grad wird!"

Und der Teufel sitzt jetzt noch auf demselben Fleck und streicht das Haar gerade.

Hier gibts was auf die Augen!

Die Rubrik "Sagen" wird erweitert, sobald uns "neue" Geschichten wie die vom Pferd des Teufels zu Ohren kommen. Sagen die sich rund um den Hausruck oder Oberösterreich ranken, nehmen wir gerne auch per E-mail entgegen um sie an dieser Stelle zu veröffentlichen.

Wichtig Saisonstart:

 

 Sonntag, den 2. April 2017